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Meldung vom 14.07.2017

Ein Schulleiter mit Herz und Leidenschaft verabschiedet sich in den Ruhestand

Gestern wurde in feierlichem Rahmen der langjĂ€hrige Schulleiter der Aldinger Gemeinschaftsschule Albert Grimm in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Albert Grimm war die RĂŒhrung sichtlich anzusehen. 

Albert Grimm war seit 1993 an der Aldinger Schuler tĂ€tig. ZunĂ€chst als Stellvertretender Schulleiter, bis er nach dem Ausscheiden des Schulleiters Hermann Buschle 2001 die Schulleitung ĂŒbernahm. 24 Jahre hat Albert Grimm Schule gelebt. In dieser Zeit hat er das Schulgeschehen in Aldingen maßgeblich geprĂ€gt. Er hat sich mit all seiner Energie und voller Leidenschaft der Bildung junger Menschen gewidmet. In seiner Zeit ist die Schule stĂ€ndig gewachsen. So erlebte er noch den Unterricht in der Alten Schule in der Hauptstraße mit, bevor 1997/1998 die „neue Schule“ fertiggestellt und der Schulbetrieb in der Alten Schule aufgelöst wurde. In seine Schulleiterzeit fĂ€llt ebenso 2004 die EinfĂŒhrung der Schulsozialarbeit mit der ersten Schulsozialarbeiterin. Mit dieser zukunftsweisenden Entscheidung ĂŒbernahm die damalige Aldinger Grund- und Hauptschule eine Vorreiterrolle im Landkreis Tuttlingen. Bereits im selben Jahr wurde das Mittagessen an der Grund- und Hauptschule mit der Mensa in der Erich-Fischer-Halle eingefĂŒhrt.

Die allgemeine Entwicklung der Schullandschaft im Land ging jedoch auch nicht an Aldingen spurlos vorbei. So verringerten sich die SchĂŒlerzahlen in den folgenden Jahren im Hauptschulbereich stĂ€ndig, 2010 wurde Aldingen gemeinsam mit Wellendingen zur Werkrealschule und im Grund- und Hauptschulbereich wurde das Ganztagesbetreuungsangebot eingefĂŒhrt. 2012 wurde infolge der weiter rĂŒcklĂ€ufigen Anmeldezahlen in der Haupt- und Werkrealschule aufgrund des Wegfalls der verbindlichen Grundschulempfehlung ein zukunftsweisender Antrag auf Einrichtung einer Gemeinschaftsschule gestellt.   

Eine wesentliche VerĂ€nderung folgte mit der EinfĂŒhrung der Gemeinschaftsschule zum Schuljahr 2013/14. In der Aldinger Schule gibt es fortan in den Klassen 1 bis 4 eine offene Form der Ganztagesschule und in der Sekundarstufe beginnt in Klasse 5 die gebundene Form der Ganztagesschule. Aufgrund der wachsenden SchĂŒlerzahlen wird die KapazitĂ€t der RĂ€umlichkeiten zunehmend eingeschrĂ€nkter. Ende 2016 wurde deshalb vom Gemeinderat der Beschluss zur Erweiterung und Sanierung der Gemeinschaftsschule gefasst.

Albert Grimm hat es als Schulleiter stets verstanden, die Zeichen der Zeit zu erkennen und schreckte deshalb nicht davor zurĂŒck, neue Wege zu gehen. In vielen Bereichen war die Aldinger Schule Vorreiter und wurde deshalb mehrfach zu Tagungen des Ministeriums eingeladen und viele Politiker besuchten die Schule. So durfte Schulleiter Grimm unter anderem MdB Susanne Kieckbusch (GrĂŒne), MdL Dorothea Wehinger (GrĂŒne), MdB Ernst Burgbacher (FDP), Helmut Rau MdL (CDU), MdL Guido Wolf (CDU) oder auch MdL Andreas Stoch (SPD) in Empfang nehmen. Aber auch die SchulprĂ€sidenten Bruno BrĂ€ndle, Rosemarie StĂŒrmlinger, Siegfried Specker, Rudolf Bosch und Thomas Hecht waren gern gesehene GĂ€ste.  

Neben den VerĂ€nderungen der Schularten in der Schule konnten unter der Leitung von Albert Grimm zahlreiche Auszeichnungen und Sigel errungen werden. So wurde die Schule unter anderem als „Schule mit Sportprofil“ ausgezeichnet, erhielt das Berufswahl-Siegel BORIS, ging 2010/2011 die erste Bildungspartnerschaft mit Betrieben ein und weitere Bildungspartnerschaften folgten. Außerdem wurde eine SchĂŒlerfirma gegrĂŒndet, ein Barfußpfand vom Aldinger Bauhof gebaut und auf dem Parkplatz entstand ein VerkehrsĂŒbungsplatz.  

Ein RĂŒckblick auf die Wirkungszeit des Schulleiters Albert Grimm lĂ€sst schnell seine umfassenden FĂ€higkeiten, sein Engagement sowie seine Einsatzbereitschaft fĂŒr die Schule erkennen. Bei der gestrigen Verabschiedung hob BĂŒrgermeister FahrlĂ€nder die Ehrlichkeit von Albert Grimm besonders hervor. Er ist ein von Grund auf ehrlicher Mensch, bei dem jeder wusste, woran er ist. Er konnte und kann sich jederzeit ĂŒber die Erfolge anderer freuen, fast mehr noch als ĂŒber seine eigenen. SpĂŒrbar war und ist bei ihm stets, dass er ein Herz fĂŒr jeden seiner SchĂŒler und SchĂŒlerinnen ĂŒbrig hat und sich ĂŒber jeden kleinen Fortschritt seiner SchĂŒler freut. Von ihm wurde der Schulslogan „Ich bin einer von uns“ mit Leben gefĂŒllt. Besonders markant ist seine Leidenschaft. So konnte er sich leidenschaftlich ĂŒber Dinge aufregen und genauso leidenschaftlich seine Freude zeigen. In seiner Zeit als Schulleiter und auch schon als Stellvertretender Schulleiter war er immer zu 100% fĂŒr seine Schule da und verlangte nichts, was er nicht auch selbst zu geben bereit war. Er hat bei unzĂ€hligen SchĂŒlern aus Aldingen und dem Umland mit seinem Kollegium dazu beigetragen, dass sie auf sich vertrauten und ihre Wege fanden.

BĂŒrgermeister FahrlĂ€nder fasste abschließend zusammen: „Er ist ein ganz feiner Kerl mit viel Herz, Ehrgeiz und einer ansteckenden Freude an der Arbeit.“ 

BĂŒrgermeister FahrlĂ€nder bescheinigte Schulleiter Grimm, eine stets hervorragende Leitung der Schule. Die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und der Verwaltung war stets geprĂ€gt von WertschĂ€tzung, Vertrauen und VerlĂ€sslichkeit. Albert Grimm könne eine Schule ĂŒbergeben, die funktioniert, die ein tolles Lehrerkollegium, interessierte SchĂŒler und eine aktive Elternschaft aufweisen kann, so BĂŒrgermeister FahrlĂ€nder.

GemeinderĂ€te und Gemeindeverwaltung wĂŒnschen Albert Grimm einen wohlverdienten und erlebnisreichen Ruhestand sowie viel Gesundheit.

 
 
 
 

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