Lage

Historie

Ritter Benno von Aixheim ist 1086 Zeuge einer verbrieften Schenkung und damit zugleich Zeuge für die älteste schriftliche Erwähnung von Aixheim. Drei Jahrhunderte vor dem Ort Aixheim   ist der nahe gelegene und heute abgegangene Aichhof im Jahr 793 urkundlich genannt. Mehrere Burghügel liegen in und bei Aixheim und verweisen auf die Herrschaften im Ort. Auch hier: weltliche und geistliche Herren, da runter die zeitweise mächtigen Grafen von Lupfen und Rottweiler Patrizier. Zu ihnen zählten seit Beginn des 14. Jahrhunderts die in Aixheim einflußreichen Gruler (Gruwel). Der Bischof von Konstanz durfte den Pfarrer einsetzen. Durchsetzen sollte sich Rottenmünster: Bereits 1327 zählen Zisterzienserinnen aus Rottenmünster in ihrem Güterverzeichnis zahlreiche Aixheimer Höfe zum Klosterbesitz. Nach und nach erlangte das Kloster die Ortsherrschaft und verfügte über zwei Drittel des Grund und Bodens. 1624 schließlich hatte das Reichsstift auch die hohe Gerichtsbarkeit inne. Am Ende des Alten Reiches wird Rottenmünster 1802 säkularisiert.
Seit 1803 gehören die fünf Klosterdörfer Aixheim, Frittlingen, Zepfenhan, Neukirch und Lauffen mit 2700 Einwohnern offiziell zu Württemberg. In früheren Zeiten lebten die Einwohner des einstmals armen Ortes fast ausschließlich von der Landwirtschaft. Wie in Aldingen vertrieb auch in Aixheim die wirtschaftliche Not im 18. und 19. Jahrhundert viele Menschen aus dem Dorf: Zwischen 1815 und 1870 wanderten allein 350 Bürger vor allem nach Amerika aus. Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts ist sowohl in Aixheim als auch in Aldingen noch weitgehend unerforscht. Nur geringe Kenntnisse haben wir über die Zeit des Nationalsozialismus. In Aixheim hat der katholische Pfarrer und seine Kirchengemeinde eine Oppositionsstellung zu den braunen Herren eingenommen, wie das Heimatbuch andeutet. Noch heute hat die Landwirtschaft im Ort Gewicht, doch hielten aus dem Handwerk entstandene Industrien und Gewerbe Einzug. Ruhige Wohnsiedlungen im Grünen entstanden. Viele Arbeitnehmer pendeln aus dem etwa 1350 Einwohner zählenden Ort ins nahe Aldingen, nach Trossingen, Spaichingen und Rottweil. 

Wappen

Wappen der ehemaligen Gemeinde Aixheim und jetzigem Ortsteil: silberner/weißer St. Georg auf blauem Untergrund

Wappen der ehemaligen Gemeinde Aixheim und jetzigem Ortsteil: silberner/weißer St. Georg auf blauem Untergrund
© Gemeinde Aldingen, Alle Rechte vorbehalten

Weitere Stadtteile